Sie sind hier: Startseite » Konzept » Andragogik

Andragogische Leitideen

Der Lehrgang HF Fotografie arbeitet mit Studierenden, die zu 50 % in der Praxis tätig sind. Es sind somit erfahrene Berufsleute unterschiedlichem Alters, die anders geführt und ausgebildet werden müssen wie Jugendliche in der Grundbildung. Unser pädagogisches Konzept richtet sich deshalb an den besonderen Anforderungen der Ausbildung von Erwachsenen aus. Massgeben sind dazu unsere andragogischen Leitideen.

Andragogische Leitideen

Nach der Arbeit von Malcolm Knowles (1913-1997) steht in der Erwachsenenbildung das selbstgesteuerte Lernen im Vordergrund. Entsprechende Grundannahmen über das Lernen Erwachsener sind, dass sie

- einen starken Wunsch nach selbstgesteuertem Lernen haben
- ihre Erfahrungen in den Lernprozess einbringen möchten
- ihre Lernbereitschaft selbst unter Beweis stellen wollen
- lernen wollen, um die Probleme ihres Alltags zu lösen.

Diese vier Kernanliegen des selbstgesteuerten Lernens sind auch wesentliche Ansprüche an unsere eigene Lehr- und Lerntätigkeit.

Praxisumsetzung

Erwachsene haben einen starken
Wunsch nach selbstgesteuertem
Lernen
haben
Zu jedem Unterrichtstag werden eine Lektionenplanung und in der Regel ein Skript abgegeben. So können die Studierenden den Lernstoff zuhause repetieren. Das gelernte theoretische Wissen ermöglicht und motiviert die Studierenden zu eigenen Experimenten. Übungen und Selbstlernaktivitäten werden direkt in die Tagesplanung integriert und wenn möglich am gleichen Tag oder am Folgetag besprochen.
Erwachsene möchten ihre
Erfahrungen in den Lernprozess
einbringen.
Das Vorwissen der Studierenden wird bei von der Dozenten abgefragt und bei Bedarf in die Unterrichtsdurchführung integriert.
Die Vorkenntnisse der Studierenden werden vor allem bei Gruppenübungen (z.B. durch die Gruppenzusammenstellung) berücksichtigt. Auch im Rahmen der Selbstlernaktivitäten helfen sich die Studierenden gegenseitig mit ihrem schon vorhandenen Fachwissen aus mit dem Ziel, dass sich mit der Zeit die Wissens- und Erfahrungsstände der Studierenden angleichen.
Erwachsene wollen ihre Lernbereitschaft selbst unter Beweis stellen. Auf eine aktive Mitarbeit der Teilnehmer im praktischen Teil des Unterrichts wird grossen Wert gelegt. Die Übungen sind so angelegt, dass die Studierenden weitgehend selbstständig arbeiten können. Bei längeren Lerneinheiten werden die Arbeiten der Studierenden noch separat ausgewertet. Wenn immer möglich werden die Arbeiten der Studierenden jeweils am gleichen oder nächsten Unterrichtstag besprochen.
Erwachsene wollen lernen, um Probleme ihres Alltags zu lösen. In allen Lerneinheiten ist der direkte Nutzen für die eigene fotografische Praxis das zentrale Ziel, auf das die Ausbildung ausgerichtet wird. In der Regel werden mindestens 50 % der Unterrichtszeit für praktische Übungen verwendet. Durch einen ständigen Wechsel zwischen Theorie und Praxis wird das theoretische Wissen vertieft und praxistauglich gemacht. Die praktischen Arbeiten werden wenn immer möglich ausgewertet. Mit Selbstreflexionen lernen die Studierenden, wie gut ihre Fähigkeiten sich für die Praxis eignen und wo sie noch Defizite haben. Praktische Übungen bilden so das Rückgrat der ganzen Ausbildung.